IPA Aktuell 06/2020

Wie erstelle ich ein Schutzkonzept?

IPA und Fachstelle für Kinder- und Jugendschutz im Bistum Trier stellen Video-Tutorial vor

18. November 2020, Trier/Lantershofen – Minderjährige oder erwachsene Schutzbefohlene vor sexualisierter Gewalt zu schützen ist ein Auftrag für alle, die in der katholischen Kirche haupt- oder ehrenamtlich tätig sind. Zur Präventionsarbeit gehört es für Pfarreien oder Einrichtungen auch, ein sogenanntes Schutzkonzept zu entwickeln. Um die Verantwortlichen dabei zu unterstützen, hat das „Institut für Prävention und Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt“ mit Sitz in Lantershofen ein Video-Tutorial entwickelt.

Mary Hallay-Witte, kommissarische Leiterin des Instituts, erklärt bei der Vorstellung des Videos am 18. November in Trier: „Der Begriff ‚Schutzkonzept‘ ist mittlerweile den meisten in der katholischen Kirche Tätigen vertraut. Wenn es aber darum geht, ein konkretes Konzept für den eigenen Bereich zu erstellen, kommen die Fragen: Wie soll das gehen? Wer ist eigentlich dafür verantwortlich, dass es losgeht? Wo fange ich an? Wo bekomme ich die dafür notwenigen Infos und Unterstützung. Und warum muss ich das eigentlich machen?“

In Zusammenarbeit mit der Fachstelle Kinder -und Jugendschutz im Bistum Trier und der „Simpleshow“ hat das IPA daher das rund dreiminütige Video erstellt, dass die Fragen in einfacher, prägnanter und unterhaltsamer Weise beantworten will. „Am Beispiel von Pfarrer Fromm wollen wir die Verantwortlichen in den Pfarreien, in den Einrichtungen oder in den Diözesen, die vor der Aufgabe stehen, ein Schutzkonzept zu erarbeiten, ermutigen, sich auf den Weg zu machen“, sagt Hallay-Witte. Das IPA hat das Video finanziert; für die fachliche und inhaltliche Beratung des Tutorials stellte die Hamburger Expertin Carmen Kerger-Ladleif ihre Expertise zur Erstellung von Schutzkonzepten und Risikoanalysen zur Verfügung.

Für die Fachstelle Kinder- und Jugendschutz im Bistum Trier war die Zusammenarbeit mit dem IPA eine Möglichkeit, eine neue Form zu erproben: „Wir wollen dabei unterstützen, dass sichere Räume für Minderjährige und schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene geschaffen werden“, betonte Sarah Schmitz von der Fachstelle. Die Arbeit in den Pfarreien entsprechend zu unterstützen, sei ein wichtiges Ziel. Die Fachstelle habe praktische Erfahrungen einbringen können im Hinblick darauf, was den Verantwortlichen in den Pfarreien vor Ort helfen könnte. „Wir sind jetzt sehr gespannt, wie das Ergebnis angenommen wird“, sagte die Diplom-Psychologin.

Das Video kann als Datei beim IPA (Tel. 02641-91755-0, Mail: infowhatever@ipa-kirche.de) oder bei der Fachstelle für Kinder- und Jugendschutz im Bistum Trier (Tel: 0651-7105-562, Mail: kinderundjugenschutzwhatever@bistum-trier.de) nachgefragt werden. Zudem ist es HIER und auf den Präventionsseiten des Bistums Trier zu finden.

Und wer sich individuell oder Team darüber hinaus beraten lassen möchte, kann dies ebenfalls beim IPA tun, das künftig auch entsprechende Coachings anbietet.
(JR)

Herausgegeben von der Bischöflichen Pressestelle Trier
Abdruck und Auswertung honorarfrei; Verantwortlich: Judith Rupp, Redaktion: Simone Bastreri, Inge Hülpes, Judith Rupp
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